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Buchkritik Nr. 1 - Homo Faber

So nun folgt meine erste Buchkritik zu "Homo Faber" von Max Frisch.

Autor: Max Frisch

Titel: Homo Faber Ein Bericht

Genre: Roman

Seiten: 208

Verlag: Suhrkamp

Erscheinungsdatum (D): 1957

ISBN 978-3-518-36854-1

Inhalt

Walter Faber ist ein viel beschäftigter Ingenieur, der für seinen Beruf um die ganze Welt reist. Auf den ersten blick scheint Faber ein emotionsloser, frauenfeindlicher Techniker zu sein, was er auch immer wieder von sich selbst behauptet. Er glaubt weder an Schicksal noch versteht er was von Kunst und zieht es vor alleine zu sein. Doch dann trifft er in kürzester Zeit auf Menschen, die in seiner Vergangenheit eine Rolle gespielt haben und wird gezwungen seine Lebensweise zu hinterfragen.

Auf einer seiner Dienstreisen trifft er auf den Bruder eines alten Jugendfreundes und beschließt ihn nach Guatemala zu begleiten, um nach seinem alten Jugendfreund zu suchen. Er erfährt zudem, dass sein ehmaliger Jugendfreund seine große Liebe Hanna geheiratet hat.

Nach der Suche reist Faber zurück nach New York, wo er auf Ivy trifft, seiner Geliebten. Jedoch ist er genervt von ihr und beschließt früher abzureisen, indem er eine Kreuzfahrt bucht. Auf dem Schiff trifft er auf Sabeth, die ihn sofort an Hanna erinnert. Er sucht immer wieder das Gespräch mit ihr und verliebt sich schließlich in das junge Mädchen.

In Paris trifft er wieder auf Sabeth und beschließt, sie auf eine Reise durch Europa zu belgleiten. Nach und nach regt sich aber in Faber der Verdacht, dass dieses Mädchen seine Tochter sein könnte, was sich dann auch bestätigt. 

In Griechenland wird Sabeth von einer Schlange gebissen und zieht sich eine Kopfverletzung zu. Faber versucht verzweifelt das Mädchen zu retten und es gelingt ihm, sie in ein Krankenhaus zu bringen, wo sie allersings an ihrer Kopfverletztung stribt. Während er im Krankenhaus ist, trifft er Hanna wieder, die er nach Athen begleitet und sie heiraten möchte.

Im letzten Teil des Buches wird klar, dass Faber an Magenkrebs erkrankt ist. Schließlich stirbt er bei einer Magenoperation.

Kritik

Das Buch "Homo Faber" hat mir erstaunlich gut gefallen, was vor allem daran lag, dass Fabers Charakter so komplex ist. Wie er versucht seine Gefühle zu verleugnen, wie er auf Sabeth trifft, wie er verzweifelt versucht, seiner Vergangenheit zu entkommen, wie Faber schließlich erkennen muss, dass er nicht gelebt hat und wie alle dies in einen deratig nüchternen Ton erzählt wird, dass das ganze wieder unterhalsam wird; hierzu ein Beispiel: "Offenbar befürchtete man noch den Ausfall der anderen Motoren (...) meine erste Sorge: Wohin mit dem Lunch" (Seite 19), hier erlebt Faber gerade einen Flugzeugabsturz und seine erste Sorge ist, was er mit seinem Lunch machen soll.

Der Schreibstil des Buches hat mir ebenfalls fantastisch gefallen. Eine sachliches Sprache ohne überflüssige Adjektive und die Ich-Perspektive stellen einen unglaublich großen Kontrast her, da man die Ich-Perspektive eigentlich verwendet, um Gefühle zu beschreiben und nicht um objetiv zu berichten. Dadurch schafft es Max Frisch allein mit der Sprache ein unterhaltsames Buch zu schreiben, dass mich häufig zum Lachen und gleizeitig zum Kopfschütteln gebracht hat.

Auch die Handlung ist interessant gewesen, obwohl man schon am Anfang des Buches wusste, wie es ausgehen würde. Nach und nach hat man immer mehr über Faber und seine Vergangenheit erfahren und man bekam immer mehr Verständnis für Fabers Verhalten gegenüber dem Leben. Einzig das Ende war etwas langatmig, da man schon wusste, was passieren würde, sodass es keine Überraschungen mehr gab. 

Ich glaube, Max Frisch wollte mit diesem Buch zeigen, dass man sein Leben nutzten soll und dass man vorallem "leben" soll, was Faber jedoch zu spät erkannt hat.

Insgesamt finde ich das Buch sehr gut und man sollte diesen Kassiker von Max Frisch ruhig eine Chance geben.

15.6.14 11:31


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Filmkritik Nr. 1 - Fahrenheit 451

So meine erste Filmkritik

Es geht um den Film "Fahrenheit 451", den ich eigentlich nur gesehen habe, da ich diesen Film für WuN analysieren musste.

Titel: Fahrenheit 451

Genre: Dystopie

Erscheinungsjahr: 1966

Länge: 109 Min.

Produktionsland: UK

Altersfreigabe: FSK 12

Regie: François Truffaut

Schauspieler: Oskar Werner, Julie Christie

Inhalt

Der Film „Fahrenheit 451“ - basierend auf den gleichnamigen Roman von Ray Bradbury - aus dem Jahre 1966 handelt von einer Gesellschaft, in der das Lesen gesetzlich verboten ist und die vom Staat durch inhaltslose Unterhaltung kontrolliert wird. Die Hauptperson des Filmes ist der Feuerwehrmann Guy Montag (Oskar Werner), der jedoch keine Brände löscht, sondern Bücher verbrennt. Er ist mit Linda Montag (Julie Christie) verheiratet, die eine typische Vertreterin der Gesellschaft darstellt, denn ihre einzige Freizeitbeschäftigung ist das Fernsehen.

Als Montag kurz vor seiner Beförderung steht, trifft er auf die lebensfreudige und mitfühlende Clarisse (ebenfalls Julie Christie), die nicht verlernt hat, Fragen zu stellen und so zum ersten Mal Zweifel in Montag weckt. Im Verlauf der Handlung beginnt Montag Bücher zu lesen und erlebt immer wieder Situationen, die seinen Zweifel in Widerstand gegen das System verwandeln. Als seine Frau mitbekommt, dass Montag liest, versucht sie ihn zurück ins System zudrängen, was ihr aber nicht gelingt, sodass sie ihn schließlich anzeigt, wodurch Montag zur Flucht gezwungen wird.

Kritik

"Was passiert mit einer Gesellschaft, die aufhört zu lesen?", ist die Leitfrage des Films und seine Antwort ist: "Sie verdummt, verliert ihre Kultur und ist nicht mehr in der Lage Empathie zu empfinden".

Dieser Film ist auf jeden Fall keiner, den man sich bei einem "Mädels-Filmabend" ansehen kann, da er eine komplexe Aussage enthält, über die man noch nach Ende des Films nachdenken muss. Der Film zeigt die Notwendigkeit des eigenständigen Denkens, der Freiheit des Individuums und die Hinterfragung der Massenmedien. Außerdem stellt dieser Film eine Hommage an die Literatur da und ehrt so alle Schriftsteller(innen), weil sie Wissen und Kultur festhalten und an andere weitergeben.

Die Handlung des Films ist nicht unbedingt der Grund, warum man den Film sehen muss. Zwar ist es spannend zu sehen, wie sich die Hauptfigur von einem systemkonformen Feuerwehrmann in einen Rebellen wandelt, jedoch verliert der Film in meinen Augen nach einiger Zeit sein Konzept und es fehlt ihm über längere Zeitabschnitte an Spannung. Einige Dialoge wirken zudem platt und inhaltlos (ist wahrscheinlich auch beabsichtigt), was mich nach einiger Zeit ziemlich genervt hat. Die Kulissen und Kostüme waren schlecht und das ist noch nett ausgedrückt. Natürlich ist der Film schon fast 50 Jahre alt, aber aus heutiger Sicht wirkt vor allem das Feuerwehrauto und die Bücherverbrennung einfach nur lächerlich.

Zum Schluss kann ich sagen, dass mir der Film von der Aussage her sehr gut gefallen hat, jedoch ist die Machart und die Handlung nicht gerade fesselnd. Wenn jemand auf der Suche nach einem Unterhaltungsfilm ist, kann ich ihm diesen Film definitiv nicht empfehlen, ist man aber auf der Suche nach einer Dystopie mit viel Aussage, ist dieser Film durchaus empfehlenswert. 


So das ist also meine erste Filmkritik. Ich bin nicht 100%tig zufrieden, aber ich denke mit der Zeit werde ich besser ;D

15.6.14 10:08


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